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Wahlmöglichkeiten

 

Latein als 2. oder 3. Fremdsprache?“

Wahlmöglichkeiten beim Übergang in die 7. Klasse (Gymnasium)

Im Bereich des Lateinischen kann mit dem Schuljahr 2017/18 am Hans-Carossa-Gymnasium mit der 2. Fremdsprache ab Klasse 7 oder mit der 3. Fremdsprache ab Klasse 8 begonnen werden:Bei der Berücksichtigung der Fremdsprachenfolge sollten Eltern nach Möglichkeit ihre Erfahrungen mit ihren Kindern und pädagogische Rückmeldungen über ihre Kinder berücksichtigen.

Die gut organisierte, logisch aufgebaute lateinische Sprache hilft, Ordnungsprinzipien intellektuell und mental zu aktivieren, auf die man – im besten Fall – sein Leben lang zurückgreifen kann.
Aber nicht alle Lerntypen unter den Kindern profitieren gleichermaßen vom Spracherwerb des Lateinischen.

4 Lerntypen (nach F. Vester)

  • visuell lernend
  • auditiv lernend
  • haptisch-motorisch lernend und
  • abstrakt-intellektuell lernend.

Bevor die Schullaufbahn des Kindes an der weiterführenden Schule (Oberschule) Fahrt aufnimmt, sollten Eltern wissen, auf welche unterrichtlichen Reize und Methoden ihre Kinder besonders positiv reagieren.

Unabdingbare Voraussetzung für den sprachenbetonten Ausbildungsgang ist erst einmal, dass bei dem Jugendlichen die Lust besteht, als weitere Fremdsprache, z.B. ab der 7.Klasse, eine sogenannte „alte Sprache“ zu erlernen.

In unserem Fall sind besonders der visuell und der abstrakt-intellektuell lernende Mensch zum Erwerb der Grundlagensprache Latein geeignet:
Der visuelle oder optische Lerntyp kann gut mit Bildern, Grafiken und v.a. Texten umgehen, da hier das Auge (lat. oculus) das Sinnesorgan für den Eintrittsreiz darstellt.

Auch der auditive Lerntyp (audire, lat. – hören) kann auf diese Sprache gut reagieren, weil im Unterricht natürlich (laut) gelesen wird.

Für den abstrakt-intellektuell lernenden Menschen sind die Reizaufnahmeverfahren zweitrangig, bedeutsamer ist das Abspeichern von Inhalten im Gedächtnis nach eigener vorheriger kritischer Sichtung: Die kognitive Leistung ist hier also bereits vorstrukturiert und basiert auf der Aktivierung von bereits bestehenden Lernkompetenzen.

Die visuellen, auditiven und abstrakt-intellektuellen Lerntypen haben eine hohe Affinität zum Erlernen von Sprachen, wobei es darum gehen muss, an der Grundlagensprache Latein so bald wie möglich zu partizipieren (Latein als zweite Fremdsprache).

Der abstrakt-intellektuell Begabte ist besonders zum Erlernen der lateinischen Sprache geeignet und sollte an unserem Gymnasium unbedingt mit Latein als 2.Fremdsprache versorgt werden. Relativ problemlos kann dann später auch eine 3. FS (Spanisch oder Russisch) erlernt werden.

Anzuraten ist beim Übertritt ins Gymnasium außer dem Studium des Grundschulgutachtens und einem diesbezüglichen Gespräch mit den Sprachenlehrern, wie oben bereits erwähnt, ein intensiver Austausch mit dem betroffenen Kind: Seine Vorlieben (Stärken) und Ängste (Schwächen) müssen bei der Entscheidung des Ausbildungsgangs angemessen berücksichtigt werden.

In problematischen Fällen kann innerhalb einer Probephase (bitte aktuell beim Lehrer nachfragen!) ein Fachwechsel möglich sein, beim Wechsel der 3.FS in ein anderes Wahlpflichtfach ist die Probephase innerhalb der 8.Klasse längstens auf ein halbes Jahr angesetzt (Wechsel zum Halbjahr).

F. Metz-Rudolph

 

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