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Sachsenausen

Zwei Geschichtsgrundkurse aus Q3 besuchten im Dezember die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, um die im Unterricht behandelten Inhalte zur NS-Diktatur an einem authentischen Ort zu vertiefen.

 

Der Rundgang durch das ehemalige Konzentrationslager hat sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch mich als Lehrkraft tief bewegt und verdeutlicht, wie systematisch Menschen entrechtet, erniedrigt und ermordet wurden.

In der Nachbereitung der Exkursion wurde spürbar, dass der Tag nicht nur historisches Wissen vermittelt hat, sondern auch zum Nachdenken über unsere eigene Gegenwart angeregt hat.

Es hat gezeigt, dass Erinnern nicht in der Vergangenheit stehen bleibt. Da immer weniger Überlebende ihre Geschichten selbst erzählen können, liegt es umso mehr an der jungen Generation, das Erinnern wachzuhalten.

 

Stimmen der Schülerinnen und Schüler (alle Q3)

 

Johann
Der Besuch in Sachsenhausen war für mich sehr eindrucksvoll, vor allem aufgrund der unterschiedlichen Geschichtsstränge, die an diesem Ort zusammenkommen. … Es war ein besonderes Gefühl, an einem Ort zu sein, der vor etwa 80 Jahren eine völlig andere Realität hatte und heute doch ein Ort für Erinnerung und Reflexion ist.

Nilay
Ich hatte vorher keinen richtigen Bezug zu dem Thema, denn Fakten und Zahlen helfen mir nicht, die Situation zu verstehen. Jetzt weiß ich, unter welchem Ausmaß die Menschen leben mussten und wie SEHR sie gelitten haben.

Anonym
Der Besuch des KZ Sachsenhausen war zwar eine erdrückende und teilweise erschütternde Erfahrung, jedoch finde ich es sehr wichtig, mit Schülerinnen und Schülern genau solche Orte zu besuchen, da im Geschichtsunterricht einige Aspekte über die Konzentrationslager nicht ausführlich und verständlich genug dargestellt werden können. Sobald man das Lager betritt, wird einem die Möglichkeit gegeben, sich den Alltag der Häftlinge genauer vorzustellen. Auch wenn diese Vorstellung niemals der grausamen Realität entsprechen kann, hilft es den Besuchern im KZ, durch das Lesen einzelner Geschichten, die Menschen hinter der unvorstellbaren Totenzahl und ihre unglaubliche Stärke und Widerstand zu erkennen.

Lea
Man darf sich heutzutage nicht schuldig fühlen, muss aber daran denken, daran erinnern und dafür sorgen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.

Lena
Besonders deutlich geworden ist mir, wie wichtig Erinnerungskultur ist. Diese grausame Zeit darf niemals vergessen werden und darf sich unter keinen Umständen wiederholen. Orte wie Sachsenhausen erinnern uns daran, Verantwortung für ein friedliches Miteinander, für Achtung und Respekt zu übernehmen und Unrecht klar zu benennen, wenn wir ihm begegnen. Unser Besuch war bewegend, erschütternd und lehrreich zugleich.

Luisa
Der Besuch im Konzentrationslager Sachsenhausen hinterließ in mir ein tiefes, kaltes und bedrückendes Gefühl, weil man plötzlich in den „Fußstapfen“ der damaligen Häftlinge steht, alles auf sich wirken lässt und unweigerlich darüber nachdenkt, wie der menschliche Verstand das aushalten, bzw. durchführen konnte.

 


Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

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Text und Fotos: B. Christmann