Lara – Besuch aus Australien

   

Interkultureller Frühstückstalk – CCC meets Australia

Im Zuge des Unterrichtsbesuches einer australischen Studentin konnten wir in letzter Zeit einige interessante Dinge über ihre Heimat lernen – die uns so noch nicht bekannt waren!

Lara from Downunder

Wir, der Cambridge Certificate Course des Abijahres 2020, haben mit ihr gefrühstückt und uns dabei mal mit ihr über die australische Kultur unterhalten … und die ist im Vergleich zu unserem feinen Land eine 180° Wende.

Ich meine, wir all wussten, dass es dort Kängurus gib. Aber wusstet ihr, dass diese tatsächlich tagtäglich den Bewohnern der Stadtvororte über den Weg laufen? Klar, hauptsächlich leben sie in der Wildnis, also eher im Inneren Australiens, aber ein Känguru in der Einfahrt zu haben kommt wohl so oft vor, wie ein gassigehender Hund. Nur, dass man sich mit Kängurus lieber nicht anlegt …

Wo wir gerade bei wilden Tieren sind – Hier in Deutschland schon mal eine Giftschlange gesehen? Vermutlich nicht. Für die Australier ist das aber Alltag.

Bei einem Waldspaziergang sollte man aufpassen, nicht auf eine drauf zu treten, denn die Farben der Tiere sind oft verwechselbar mit dem Boden. Vorsicht, ein Biss endet tödlich. Deswegen haben Krankenwägen standardmäßig Anti-Schlangen-Mittel. Zwar sind auch Vogelspinnen für die Australier normal, sogar im eigenen Haus (!), aber hier mal das positive an der Sache: Wer die Augen offen hält, wird selbst in der Stadt kleine Koalabären in den Bäumen hängen sehen. Die schlafen übrigens 15 Stunden am Tag, sonst sterben sie vor Erschöpfung.

„That sounds kinda‘ like me“, so unsere australische Studentin dazu.

Als es dann zum Thema Strände kam, musste ein Schüler mit Entsetzen feststellen, dass Lara nicht gespaßt hatte, als sie meinte, weiße Haie würden auch das ein oder andere mal in Strandnähe vorbeischauen.

„It‘s part of Australia, it‘s completely normal. You… just leave the water for a few minutes.“

Apropos Strände: Die Australier denken wohl tatsächlich, dass es in Deutschland keine geben würde. Das Gegenteil hat sie ziemlich überrascht. So, wie das gute Wetter, denn Deutschland ist scheinbar eher für „Endzeitwetter“ bekannt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum alle Welt denkt, dass wir mürrische Griesgräme sind. Nun, vielleicht stimmt das auch irgendwie…

Wir Deutschen sind eben nicht dafür bekannt, Partys zu schmeißen. Umso mehr war Lara entsetzt, als wir ihr vom Oktoberfest erzählten und, warum man vielleicht nicht unbedingt dahin müsste.

Da wir nun mal zusammen gefrühstückt haben, dachten wir, man könne sich gegenseitig ja beliebtes Essen aus den eigenen Heimatländern mitbringen. Wir dachten natürlich sofort an: Nutella! Lara hingegen ging in eine andere Richtung. „Vegemite“ ist ein wohl unfassbar bekannter Brotaufstrich in Australien.

Diese schwarze, dickflüssige Masse ist konzentrierter Hefeextrakt und schmeckt … nun gut. Stellt euch dickflüssige Sojasauce vor, die jemand als leckeren Aufstrich verkaufen möchte. „Either you love or hate it“, so Lara dazu. Im Gegenzug verzichten sie zwar auf Nougatcreme, lieben aber dafür Fairy Bread – wenn auch nur an Geburtstagen. Das ist nicht anderes, als Zuckerstreusel auf Toast mit Butter. Schmeckt… überraschend gut!

Alles in Allem haben wir durch Lara einige lustige Dinge über Australien und unser Deutschland selbst gelernt. Na gut, zumindest, was andere von uns denken. Aber natürlich haben wir nicht die ganze Zeit gegessen. Denn leider hat Australien, ähnlich wie Deutschland, eine Geschichte, die von Hass geprägt ist.

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Text: Ben, Cara, Sascha, Rosa (Schüler des CC-Kurses Q1 von Frau Anschau)

Fotos: Wikimedia, Lara