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Abi 2021

Trotz Corona festlich – und mit Abstand

Die Verleihung der Abiturzeugnisse 2021

„Ein außergewöhnlicher Abiturjahrgang hat es mit Bravour geschafft!“   Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie

Eine Veranstaltung mit 400 Menschen in einem Raum, 102 Abiturient:innen mit Familienangehörigen und Freunden, das geht, aber nicht in Corona-Zeiten mit ihren strengen Verkehrsregeln. So entschied sich die Schulleitung – wie im letzten Jahr – für drei Veranstaltungen, jeweils 34 Abiturient:innen mit je zwei Familienangehörigen und genügend Abstand und viel frischer Luft von außen.

BEGRÜSSUNG

Schulleiter Rußbült dankt in seiner Begrüßungsrede der Stellvertretenden Schulleiterin Frau Zarth und der Pädagogischen Koordinatorin Frau Schiwietz, die Außerordentliches hätten leisten müssen, um diesen Schülerjahrgang in den corona-verwirbelten Zeiten zu einem angemessenen Abschluss zu führen, nämlich zu regulären Prüfungen und einem soliden Abiturzeugnis. Beides sei gelungen und gelte es nun zu feiern.


 

PÄDAGOGISCHE KOORDINATORIN

Frau Schiwietz hat als Oberstufenkoordinatorin diesen Abiturjahrgang organisatorisch und beratend begleitet. 102 Schüler:innen erhalten das Zeugnis der Hochschulreife, 40 mit einer 1 vor dem Komma und vier mit der Traumnote 1.0. Die HCG-Abitur-Durchschnittsnote liegt in diesem Jahr bei 2.2 und damit wieder über dem Berliner Schnitt. Gratulation!

Nach dem launigen Hinweis, dass in diesem Jahrgang das ganze Spektrum schulischer Leistungsfähigkeit und –bereitschaft vertreten gewesen sei, kommt sie auf dessen besondere Situation zu sprechen.

„Ihr Jahrgang war enorm von dem Mistvieh Corona gebeutelt, Q 2 war schon wenig amüsant, aber wie sich dann die zweite Hälfte von Q 3 und das gesamte vierte Semester entwickelt haben, kann nur als schwierig bezeichnet werden. Aus vielen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass es enorme Anstrengungen gegeben hat, Sie auch online und in virtuellen Klassenräumen ordentlich auf Ihren Schulabschluss vorzubereiten.

Anders als im Präsenzunterricht waren Sie viel stärker gefordert, mussten Ihr Lernen sehr viel selbstständiger organisieren. Diese Erfahrung sollten Sie unbedingt auf der Habenseite verbuchen. Sie ist in einem modernen Studium sehr von Nutzen.“

Frau Schiwietz schließt mit einer historischen Reminiszenz: „Die Bezeichnung Lost Generation mag auf die Jugend in der Zeit des ersten Weltkriegs zugetroffen haben, Ihnen steht die Welt offen und es liegt in Ihrer Hand, ihre Angebote für sich zu entdecken. Viel Glück dabei!“

 

 

SCHULLEITER

Herr Rußbült beginnt mit einem Dank an die Kolleg:innen, die diesen Jahrgang unterrichtet haben, und an die Eltern: Sie alle haben zu diesem erfolgreichen Schulabschluss beigetragen.

Den Abiturient:innen gratuliert er und ermuntert sie, in sich hineinzuhören und einen eigen Weg zu finden, und fährt fort: „Gespannt wird unsere Generation verfolgen, welche Errungenschaften Ihre Generation hervorbringen wird. Alleine die hier anwesenden Abiturient:innen und Abiturienten können dazu beitragen, die Welt zu verändern: Es gibt so viele intelligente, kreative, fleißige und durchsetzungsstarke Persönlichkeiten in diesem Jahrgang, dass ich mit großer Vorfreude und großer Spannung der Dinge harre, die da kommen.“

Herr Rußbült sieht u.a. die große Aufgabe, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sorgen. In diesem Zusammenhang nimmt er selbstkritisch seine eigene Generation in den Blick und spricht von einem „teilweisen Scheitern“.

Er hofft, dass es der Schule gelungen ist, die Schüler:innen zu Weitblick zu befähigen, „vorsichtig mit Informationen umzugehen, eigene Meinung zu bilden und diese reflektiert einzuordnen, Respekt zu zeigen vor der Einstellung und Meinung Dritter“. Dafür sieht er großen gesellschaftlichen Bedarf in Anbetracht der Tonlagen des Hetzens, Pöbelns und Spaltens in den sozialen Medien.

Mit dem Blick in die Zukunft und seine Abiturient:innen entlassend: „Ich wünsche mir, dass Sie ihre Fähigkeiten und ihre Fertigkeiten gewinnbringend einsetzen können, dass Sie Liebe finden, das Glück und die Freude für ein langes Leben. Wir vom Hans-Carossa-Gymnasium sind außerordentlich stolz auf das, was sie hier geleistet haben. Gratulation und Glückwunsch!“

 

ZWISCHENSPIELE

Klavier: Herr Mertens

ELTERVERTRETERIN

8 Schuljahre im Kosmos Hans-Carossa-Gymnasium, so rechnet Frau Alten vom Vorstand der Gesamtelternvertretung, das sind 1600 Schultage; Tage, an denen das Hans-Carossa-Team in einem anhaltenden pädagogischen Prozess „Wissen vermittelt, Lernen und Denken gelehrt hat. Auf diesem Fundament konnten die Schüler:innen – neben viel Spaß, Freude und Feiern – Freundschaften schließen, Probleme lösen und sich Ziele setzen.“

Dem Kollegium gilt ihr Dank; den Abiturient:innen zollt sie ob des guten Notendurchschnitts Anerkennung und fordert sie auf, mit Verantwortungsbewusstsein, Motivation und Begeisterung ihren Weg im Leben zu suchen. Herausforderungen gebe es genug! Sie zitiert Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden!

 

Der Elternsprecher der Schule Herr Stolt dankt der Schulleitung für Ihren umsichtigen Einsatz in einem schwierigen Schuljahr. Zusammen mit Frau Alten überreicht er Herrn Rußbült und Frau Zarth eine florale Anerkennung.

 

ABITURIENT:INNEN I

Redemanuskript, Blumensträuße – alles bereit. Sie sind gleich dran.

 

FÖRDERVEREIN

Herr Mahling gratuliert den Abiturient:innen im Namen des Fördervereins; schließlich hätten sie mit dem Abitur einen Meilenstein in ihrer Biographie erreicht. Für die Zukunft bestärkt er die Absolvent:innen in ihrem Optimismus und ihrer Bereitschaft, einen eigenen Weg zu gehen.

Herr Mahling nutzt die Gelegenheit und dankt den anwesenden Eltern für ihre langjährige Unterstützung des Fördervereins und seiner Projekte für die Schule.

(In den ersten beiden Durchgängen der Verleihung der Abiturzeugnisse hatte der 1. Vorsitzende des Fördervereins Herr Witthinrich sich an die Festgemeinde gewandt.)

 

ABITURIENT:INNEN II

Ole Schröder spricht für seinen Abitur-Jahrgang; er zeichnet die Oberstufenjahre in einem Rückblick. Q1 ließ sich bestens an: neue Lehrer, kleine Kurse, gute Lernatmosphäre und viele Kursfahrten und Exkursionen wurden geplant. In den ersten Wochen des 2. Semesters jedoch „brach das große Unheil herein: Corona. Wir wurden ins Homeschooling geworfen.“ Sorgen kamen auf: Was ist mit dem Abitur? Die meisten Kursfahrten wurden gestrichen, „ein tiefer Schlag für alle, die sich gefreut hatten, in den letzten 2 Jahren noch einmal viel Zeit mit Ihren Freunden verbringen zu können.“ In den letzten Monaten vor den Sommerferien ging man noch ein paarmal in die Schule.

Im dritten Semester kam Herr Rußbült zurück und Frau Schiwietz übernahm die Koordination „und es schien, als fände alles ein gutes Ende. Natürlich gab es Dinge wie Maskenpflicht, Einbahnstraßen und weitere Einschränkungen; auch gab es kaum moralischen Schub von Fahrten oder Exkursionen. Wir haben es trotzdem geschafft; geschafft, weiter zu lernen und das Beste daraus zu machen.“

„Der Lockdown wurde immer wieder verlängert und es schien, als ob wir Q4 gar nicht mehr in die Schule gehen würden. Dann jedoch die Nachricht, dass wir doch noch ein paar Wochen vor Ort haben würden. A/B-Wochen, Hybridunterricht, was sollte es Schöneres geben! Jeder musste so nur eine Woche zur Schule und die andere konnte man sich zuhause intensiv auf die wichtigsten Fächer vorbereiten.

Heute werden hier alle 102 Abiturienten:innen entlassen, entlassen in ein neues Leben. Manche hatten seit der Geburt einen Plan, andere nehmen sich ein Jahr Auszeit. Wieder andere wollen die Welt bereisen, manche gehen arbeiten, wieder andere eine Ausbildung starten. Jeder geht einen anderen Weg. In diesen Sinne wünsche ich allen eine gute Zukunft, wie auch immer sie aussieht.“

Ole Schröder, in den letzten beiden Jahren als Schülersprecher in verschiedenen Gremien aktiv, schließt mit einem großen, herzlichen Dank an die, die mit ihrer Unterstützung zum Erfolg des Abiturs beigetragen haben: Dank an die Eltern, die Lehrerschaft, Tutoren, Koordinatoren und Schulleitung. Klingt wohl.

DIE ZEUGNISSE

102 Abiturzeugnisse, 102 Meilensteine in der Bildungslandschaft wurden in drei Veranstaltungen den strahlenden Erwerbern von ihren Tutor:innen – feierlich und von Applaus begleitet – übergeben. Hier Fotos vom dritten Durchgang.

Nach der Verleihung der Abiturzeugnisse an ihre Tutandinnen gibt Frau Grünthal jeder eine Abschiedsblume. Frau Lose legt nach und überreicht im Namen des Fördervereins jeder eine Sonnenblume, versehen mit dem Nietzsche-Motto: Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen.

Es folgt das Foto fürs Familienalbum …

 

… und ab geht’s ins Leben.

 

Ein letztes Wort zum Abschied: Frau Haverkamp mit Tutandin.

Rosen und Sonnenblumen: So ist Frau Schmidt, Tutorin und rechts im Bild.

 

Vier Abi-Zeugnisse in Positur: Da reizt schon mal ein quietschfideler Ausfallschritt. Herr Aertel und sein Tutorium.

 

Die Abiturienten werden jeweils mit einem herzlich familiären Applaus bedacht.

 

Fotografierende Väter. In der Optik: Dr. Müller und sein Tutorium.

 

Am 13. April war der letzte Unterricht, die Abi-Prüfungen sind längst vorbei, ein letzter gemeinsamer Auftritt bei der Abi-Verleihung. Das war’s. Ein Moment des Zögerns. Es muss geschieden sein!

 

FAMILIENALBUM

Innig zugewandt.

Abi-Strahlen

 

Eltern mit Abi-Blume. Sie warten auf die Tochter.

Sie auch. Die Tochter holt gerade ihr Abi-Buch.

 





Abiturientin mit Landschaft





Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

 



Sie tragen viel zum Gelingen des Schullebens bei: der Förderverein (Herr Mahling) und die Elternvertretung (Frau Alten und Herr Stolt).

 

 

 

Im Ernstfall muss der Regisseur es selbst vormachen.

 

Choreographie gelungen

 

Schattenspiel

 

Lehrertypen, nach getaner Arbeit

Abi-Blumen

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Text: Heun
Fotos: Heun

 

Falls diesem oder jener ein Foto nicht zupass kommt, mailen Sie es mir bitte; ich nehme das Foto umstandslos und stante pede aus dem Netz.
Manfred Heun
heun@hcog.de